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Gegen den Trend: Wie Anleger von der Unsicherheit an den Kapitalmärkten profitieren können

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In einer solchen Gemengelage haben sich in der jüngeren Vergangenheit Mean-Reversion-Strategien bewährt, die Ineffizienzen und unübersichtliche Marktlagen gezielt nutzen, so heißt es beim Finanzdienstleister Mainfirst.

„Der Investitionsgedanke lässt sich wie folgt umreißen: Man kauft gewisse Märkte zu einem Zeitpunkt, an dem diese im historischen Vergleich schlecht gelaufen sind. Die Erwartung ist, dass die Märkte kurzfristig wieder zu ihrem mittelfristigen Trend zurückkehren“, erklärt Björn Esser, Fondsmanager des Mainfirst Contrarian Opportunities im Team Quantitative Investment Solutions. Die Ineffizienz von Märkten oder auch irrationales Anlegerverhalten spielen als mögliche Auslöser in diesem Kontext eine erhebliche Rolle. Ein Beispiel ist der spanische Aktienmarkt im Vorfeld der Parlamentswahlen am 10. November 2019: „Eine erhöhte Verunsicherung führte dazu, dass sich Ende Oktober spanische Aktien im Vergleich zu anderen europäischen Märkten schlechter entwickelten. Wir sind eine Long-Position auf den spanischen Leitindex IBEX gegen den DAX und den italienischen Leitindex FTSE MIB auf der Short-Seite eingegangen. Nach der Wahl kam es zu einer Erholung spanischer Aktien“, erklärt Esser.

Der Mean-Reversion-Strategie liege ein systematischer Ansatz zugrunde, der es ermögliche, sehr opportunistisch zu handeln und sich stets gegen die aktuellen Markttrends zu positionieren. „Das erfordert zum einen Stringenz im Investmentprozess. Es verlangt zum anderen Mut – das fällt dem durch Emotionen geleiteten Menschen tendenziell schwer“, so Esser. Das Team Quantitative Investment Solutions bei Mainfirst nutze ein Mean-Reversion-Modell, welches den Grad einer Marktübertreibung prüfe und eine entsprechende Gegenposition eingehe. So ergab sich aus den global fallenden Zinsen von Staatsanleihen Ende August eine Short-Duration-Position eines Portfolios mit Staatsanleihen aus Deutschland, Schweiz, Frankreich, Italien, Korea und Australien. „In den letzten Handelstagen im August und den ersten im September konnte die Position vom Zinsanstieg deutlich profitieren“, berichtet Esser.

Auch die Sorge um einen möglichen harten Brexit hat zu Investmentgelegenheiten geführt, so Esser: „Bis in den August war das britische Pfund stark unter Druck. Vor allem gegenüber dem Kanadischen Dollar und den Safe-Haven-Währungen Schweizer Franken und Japanischer Yen war der Trend zu exzessiv. Dies führte zu einer Gegenposition von Long GBP sowie Short CAD, CHF und JPY.“ Generell laute die Prämisse: Je höher die Volatilität beziehungsweise die Divergenzen in einem Markt sind, desto mehr Handelsgelegenheiten eröffnen sich. Anlageinstrumente seien gelistete liquide Futures aus den entwickelten Industriestaaten. „Damit lässt sich eine attraktive marktunabhängige Rendite von drei bis vier Prozent über dem Geldmarktsatz bei einem geringen langfristigen Volatilitätsziel von vier Prozent erzielen“, erläutert Esser. (DFPA/mb1)

Quelle: Pressemitteilung Mainfirst

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von factum
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