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Immobilieninvestoren präferieren moderate Risiken

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Die Präferenz internationaler professioneller Immobilieninvestoren für Strategien mit moderaten Risiken – wie beispielsweise Value-add oder kleinere Refurbishments – erreichte im zweiten Quartal 2018 den höchsten Stand der vergangenen 18 Monate. Parallel dazu nahm das Interesse der Investoren an Strategien mit geringen und hohen Risiken weiter ab. Dies geht aus der aktuellen Ausgabe des Immobilieninvestmentbarometers der Online-Plattform Brickvest hervor, das auf einer quartalsweisen Onlinebefragung von rund 5.000 internationalen professionellen Brickvest-Immobilieninvestoren basiert. Die Risikoneigung wird dabei jeweils anhand einer Skala von Null (geringes Risiko beziehungsweise Fokussierung auf Erträge) bis 100 (hohes Risiko beziehungsweise Fokussierung auf Kapitalwachstum) angegeben.

Den Ergebnissen der Befragung zufolge favorisieren inzwischen mehr als die Hälfte aller Befragten (52 Prozent) Investmentstrategien mit moderaten Risiken, was einem Anstieg um 13 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal entspricht. Demgegenüber nahm der Anteil derjenigen, die Strategien mit hohen Risken (opportunistisch und spekulativ) und geringen Risiken (Core und Core+) bevorzugen, im Vorjahresvergleich um neun Prozent beziehungsweise 14 Prozent ab. Besonders stark ausgeprägt sei diese Tendenz bei US-amerikanischen Investoren, unter denen der Anteil derjenigen mit moderater Risikoakzeptanz mittlerweile sogar bei 62 Prozent und damit um 29 Prozent höher liegt als im zweiten Quartal 2017. Bei britischen, deutschen und französischen Investoren erhöhte sich der entsprechende Anteil auf 53, 49 beziehungsweise 48 Prozent.

Das Barometer zeigt zudem eine signifikante Verschiebung der dominierenden Investmentziele in Richtung Erträge (41 Prozent) und Liquidität (acht Prozent), dies entspricht Anstiegen um elf Prozent beziehungsweise 21 Prozent. Dies lege den Schluss nahe, dass sich Investoren zunehmend auf Rendite und – für den Fall eines Trendwechsels am Markt – auf leicht realisierbare Exitmöglichkeiten fokussieren.

Unter den von den Investoren bevorzugten Zielmärkten liegt Großbritannien mit einem Anteil von 29 Prozent der Befragten mit Abstand an erster Stelle, gefolgt von Deutschland (23 Prozent) und den USA (22 Prozent). Unter den deutschen Investoren liegt das eigene Land jedoch mit 41 Prozent weiterhin an der Spitze, während Großbritannien nur einen Anteil von 20 Prozent erreicht. Das Interesse deutscher Investoren an Frankreich und anderen Märkten stieg deutlich an (Anteile von 15 Prozent beziehungsweise sieben Prozent), während der Anteil derjenigen mit einer Präferenz für die USA im Vorjahresvergleich um 21 Prozent auf nur noch 17 Prozent zurückging.

Thomas Schneider, Mitgründer und CIO von Brickvest, kommentiert: „Angesichts der rückläufigen Spitzenrenditen an den europäischen Immobilieninvestmentmärkten sehen sich Investoren immer stärker mit der Frage konfrontiert, welche Strategie unter den aktuellen Bedingungen die attraktivste risikoadjustierte Rendite verspricht. Die deutliche Tendenz zu moderaten Risiken wird dabei von zwei Seiten stimuliert: Wer sich bislang überwiegend konservative Strategien verfolgt hat, akzeptiert inzwischen etwas höhere Risiken, um attraktivere Renditen und ein höheres Maß an Liquidität zu erreichen. Gleichzeitig werden opportunistische und spekulative Investoren vorsichtiger, um von einem möglichen Trendwechsel am Markt nicht ,auf dem falschen Fuß‘ überrascht zu werden.“

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von factum
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