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Sanierungsbedarf am Immobilienmarkt: Schlechte Energiebilanz deutscher Wohnhäuser

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Die Bundesregierung plant einen klimaneutralen Gebäudebestand in Deutschland bis zum Jahr 2045. Gebäude sollen bis dahin nur noch einen sehr geringen Energiebedarf aufweisen. Einer Studie des Immobiliendienstleisters McMakler zufolge ist der Weg zu diesem klimapolitischen Ziel noch lang. Eine Auswertung von Energiekennwerten der über McMakler vermarkteten deutschen Wohnhäuser aus dem dritten Quartal 2021 zeigt: Bislang weisen nur 13 Prozent der ausgewerteten Immobilien in Deutschland die besten Energiekennwerte A, A+ oder B auf. Zudem zeigt eine von McMakler in Auftrag gegebene Online-Umfrage, dass nur jeder vierte Immobilienbesitzer in Deutschland die Energieklasse seiner Immobilie überhaupt kennt.

In Deutschland sind rund 64 Prozent aller Wohngebäude vor 1979 gebaut worden. Dabei verbrauchen gerade diese Bestandsbauten am meisten Energie. Das unterstreichen auch die Daten von McMakler: Demnach weisen 66 Prozent aller Häuser, die vor 1979 gebaut wurden, die schlechtesten Energieklassen F, G oder H auf. Die beste Energieeffizienz haben Gebäude, die nach 2010 gebaut wurden. 71 Prozent dieser Neubauten werden mit den positiven Kennwerten A, A+ oder B bewertet.

Im deutschlandweiten Vergleich schneiden die Bundesländer Baden-Württemberg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen hinsichtlich der Energieeffizienz ihres Gebäudebestands am besten ab. In Baden-Württemberg und Hamburg werden rund 17 Prozent aller Energieausweise mit dem Energiekennwert A+, A oder B ausgezeichnet, in Nordrhein-Westfalen sind es 15 Prozent. Die beiden energetisch schlechtesten Kennwerte G und H treten am häufigsten in den Ländern Mecklenburg-Vorpommern (42 Prozent), Berlin (39 Prozent) und Thüringen (36 Prozent) auf.

Eine mögliche Erklärung für die Unterschiede in der Energieeffizienz der jeweiligen Gebäudebestände der Bundesländer sei das Verhältnis von Neubau- und Bestandsimmobilien. Die von McMakler durchgeführte Analyse stellt fest, dass Baden-Württemberg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen einen vergleichsweise hohen Anteil an Neubauten aufweisen. Dieser deckt in allen drei Bundesländern bis zu acht Prozent des Gesamtbestandes ab. Hingegen liegt der Anteil in diesem Bereich in Mecklenburg-Vorpommern bei gerade einmal drei Prozent, in Berlin bei sechs Prozent.

Thüringen stelle eine Besonderheit dar: Mit 13 Prozent weist das Land den höchsten Neubau-Anteil unter allen Bundesländern auf. Doch auch bei den besonders alten Gebäuden ist Thüringen im Bundesländervergleich Spitzenreiter: 32 Prozent aller ausgewerteten Wohngebäude sind 100 Jahre alt oder sogar älter. Die tendenziell schlechte Energieeffizienz dieser alten Gebäude sei Grund für das schlechte Abschneiden des Landes. (DFPA/mb1)

Die McMakler GmbH ist ein in Deutschland und Österreich aktiver Full-Service Immobiliendienstleister, der seit 2015 digitale Analyse-, Vermarktungs- und Kommunikationstechnologien mit der persönlichen Beratung seiner Kunden durch eigene Makler vor Ort verbindet.

www.mcmakler.de

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